Luftschiff mit Good-Year-Werbung über der mit Menschen gefüllten Rheinpromenade, Rhein, blauer Himmel

Japantag in Düsseldorf: Hunderttausende Besucher, Großveranstaltungen und Verkehrschaos

Düsseldorf erlebt am Samstag einen der turbulentesten Tage des Jahres. Mit dem Japan-Tag, dem Bücherbummel auf der Kö, tausenden zusätzlichen Besuchern in der Innenstadt und dem schweren Straßenbahnunfall auf der Berliner Allee gerät die Stadt seit dem Mittag zunehmend an ihre Belastungsgrenze.

Bereits am Vormittag strömten zehntausende Menschen in Richtung Rheinufer, Altstadt und Königsallee. Zum Japan-Tag erwarten die Veranstalter erneut mehr als 600.000 Besucher. Damit zählt die Veranstaltung weiterhin zu den größten japanischen Kulturfesten Europas.

Parallel dazu läuft seit Donnerstag der traditionelle Bücherbummel auf der Königsallee. Zwischen Buchständen, Lesungen und Kulturprogramm herrscht auch dort dichter Andrang. Besonders rund um Schadowstraße, Kö und Altstadt vermischen sich die Besucherströme der verschiedenen Veranstaltungen zunehmend.

Zusätzlich verschärfte ein schwerer Straßenbahnunfall an der Kreuzung Berliner Allee / Graf-Adolf-Straße die Lage erheblich. Zwei Straßenbahnen waren dort frontal zusammengestoßen, 27 Menschen wurden verletzt. Die wichtige Nord-Süd-Achse der Innenstadt bleibt bis in den Nachmittag hinein gesperrt. Mehrere Rheinbahn-Linien wurden umgeleitet oder eingestellt.

Die Folgen sind bereits deutlich spürbar: Rund um Hauptbahnhof, Oststraße, Kö, Graf-Adolf-Platz und Rheinufer kommt es zu massiven Verkehrsbehinderungen. Viele Straßenbahnen und U-Bahnen sind stark überfüllt, zahlreiche Straßen in der Innenstadt stehen im Stau. Auch Parkhäuser melden bereits hohe Auslastungen.

Mit Blick auf das große japanische Feuerwerk heute Abend um 23 Uhr dürfte sich die Situation weiter zuspitzen. Besonders nach Veranstaltungsende rechnen Polizei und Rheinbahn mit extrem vollen Bahnsteigen und langen Wartezeiten. Das Feuerwerk gilt traditionell als Höhepunkt des Japan-Tags und zieht zusätzlich hunderttausende Menschen ans Rheinufer.

Die klare Empfehlung lautet deshalb: Wer heute Abend noch in die Innenstadt möchte, sollte möglichst vollständig auf das Auto verzichten. Besucher sollten nach Möglichkeit mit Bus und Bahn anreisen – oder besser noch mit dem Fahrrad. Autofahrer müssen dagegen mit stundenlangen Verzögerungen, gesperrten Straßen und kaum verfügbaren Parkplätzen rechnen.

Auch Fußgänger brauchen Geduld: Vor allem entlang der Rheinuferpromenade, der Altstadt, der Heinrich-Heine-Allee und rund um die Brücken wird es am Abend voraussichtlich kaum noch ein Durchkommen geben.

Die Rheinbahn empfiehlt, deutlich mehr Zeit als üblich einzuplanen und alternative Haltestellen außerhalb des unmittelbaren Veranstaltungsgeländes zu nutzen. Besucher des Feuerwerks werden außerdem gebeten, sich möglichst großflächig entlang des Rheinufers zwischen Medienhafen und Tonhalle zu verteilen.