Wuppertal hat die diesjährige Stadtradeln-Kampagne mit einem starken Ergebnis abgeschlossen. Innerhalb von drei Wochen legten mehr als 2.500 Teilnehmende in 175 Teams insgesamt 609.089 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Nach Angaben der Stadt wurden dabei mehr als 37.000 Fahrten erfasst und rund 100 Tonnen CO₂ vermieden.
Auch im Bergischen Städtedreieck insgesamt fällt die Bilanz deutlich aus: Gemeinsam mit Remscheid und Solingen kam Wuppertal auf 1.146.925 Kilometer. Damit wurde die Marke von einer Million Kilometern überschritten und das Ergebnis des Vorjahres übertroffen.
Beim Stadtradeln geht es nicht nur um Freizeitfahrten. Viele Kilometer entstehen auf Alltagswegen: zur Arbeit, zur Schule, zur Universität, zum Einkauf oder zu Terminen in der Stadt. Genau darin liegt der eigentliche Wert der Aktion. Sie zeigt, dass auch in einer topografisch anspruchsvollen Stadt wie Wuppertal viele Menschen bereit sind, Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen – wenn Wetter, Strecke, Sicherheit und Abstellmöglichkeiten mitspielen.
Die Stadt will den Abschluss der Kampagne mit zwei Terminen begleiten. Am Mittwoch, 17. Juni, lädt sie von 15 bis 17 Uhr zum „Trassensnack“ auf die Nordbahntrasse am Bahnhof Wichlinghausen ein. Dort können Bürgerinnen und Bürger mit Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und Mobilitätsdezernent Gunnar Ohrndorf über Nahmobilität in Wuppertal sprechen.
Einen Tag später, am Donnerstag, 18. Juni, werden ab 18 Uhr im Lichthof des Rathauses Barmen die erfolgreichsten Teams und Radelnden ausgezeichnet. Prämiert werden unter anderem Grundschulen, weiterführende Schulen, Kindertagesstätten, Unternehmen, Familien, Vereine und Initiativen sowie die Kategorien Gesamtkilometer und Kilometer pro Kopf.
Für Wuppertal ist das Stadtradeln damit mehr als eine dreiwöchige Mitmachaktion. Die Ergebnisse liefern auch Hinweise darauf, wo Radverkehr bereits funktioniert und wo Menschen im Alltag noch bessere Bedingungen brauchen. Wer mehr Radverkehr will, braucht sichere Routen, gute Anschlüsse, verlässliche Abstellanlagen und eine Infrastruktur, die nicht nur auf der Nordbahntrasse funktioniert.
StreamD-Meinung:
609.089 Kilometer sind ein starkes Signal für Wuppertal. Gleichzeitig darf die Stadt das Ergebnis nicht als bloßes Klimaschutzsymbol abhaken. Wenn so viele Menschen bereit sind, aufs Rad zu steigen, muss daraus auch ein politischer Auftrag werden: Radfahren muss in Wuppertal im Alltag einfacher, sicherer und selbstverständlicher werden.