Bekannter Grieche Kytaro nach rund drei Jahrzehnten Geschichte insolvent
Ein über Jahrzehnte etablierter Gastronomiebetrieb in Düsseldorf steht vor dem endgültigen Ende: Das griechische Restaurant Kytaro an der Grafenberger Allee hat Insolvenz angemeldet und seinen Betrieb eingestellt. Einst als feste Größe der lokalen Szene bekannt, ist die Zukunft des Hauses aktuell ungewiss.
Das Restaurant galt seit den 1990er-Jahren als beliebter Treffpunkt – nicht nur für Düsseldorfer, sondern auch für Gäste aus der gesamten Region. Mit seinem großzügigen Platzangebot, einer weitläufigen Terrasse und einer lebendigen Atmosphäre war das Kytaro über viele Jahre hinweg eine feste Adresse für gesellige Abende. Legendär waren sowohl die klassische griechische Küche als auch die ausgelassene Stimmung in den späten Stunden.
Trotz dieser erfolgreichen Vergangenheit ist die wirtschaftliche Situation zuletzt zunehmend schwierig geworden. Gegen die Betreibergesellschaft läuft seit Februar 2026 ein Insolvenzverfahren. Anfangs hatte dies noch keine direkten Auswirkungen auf den laufenden Betrieb. Doch als Gehälter ausblieben, entschieden sich zahlreiche Mitarbeitende, ihre Tätigkeit einzustellen – ein Wendepunkt, der letztlich zur Schließung führte.
Lange Geschichte – mehrfacher Neuanfang
Das Kytaro wurde ursprünglich in den 1990er-Jahren eröffnet und entwickelte sich schnell zu einer bekannten Adresse im Düsseldorfer Nachtleben. Nach einer zwischenzeitlichen Schließung folgte 2015 die Wiedereröffnung am gleichen Standort – mit modernisiertem Konzept, aber vertrautem Charakter.
Der Gründer des Restaurants verstarb wenige Jahre später, während die operative Leitung bereits zuvor in andere Hände übergegangen war. Dennoch blieb der Name Kytaro weiterhin eng mit der Düsseldorfer Gastronomieszene verbunden.
Größe als Stärke – und Herausforderung
Mit mehreren hundert Sitzplätzen, verteilt auf Innenbereich und Außenterrasse, gehörte das Restaurant zu den größeren Betrieben seiner Art in der Stadt. Dieses Konzept brachte zwar eine besondere Strahlkraft mit sich, stellte aber gleichzeitig hohe Anforderungen an Auslastung und Wirtschaftlichkeit.
Teil eines größeren Trends
Die Schließung des Kytaro steht nicht isoliert da. In den vergangenen Monaten mussten mehrere Gastronomiebetriebe in Düsseldorf aufgeben. Steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und wirtschaftliche Unsicherheiten setzen der Branche zunehmend zu. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter verstärken könnte.