Theodor-Heuss-Brücke vom linken Rheinufer Richtung Düsseldorfer Innenstadt, im Vordergrund die Rhgeinwiesen

Theodor-Heuss-Brücke: Einschränkungen bleiben

Bei der Erneuerung der Theodor-Heuss-Brücke ist eine wichtige Grundsatzentscheidung gefallen: Der Düsseldorfer Stadtrat hat am 11. Februar 2026 die weitere Planung für einen Ersatzneubau beschlossen. Vorgesehen ist eine neue Brücke mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung sowie Rad- und Fußwegen nach heutigem Standard. Eine Stadtbahntrasse wird zunächst nicht mitgebaut, soll aber später grundsätzlich integrierbar bleiben.

Für den Alltag der Menschen bedeutet das aber vorerst noch keinen sichtbaren Neubeginn, sondern vor allem weitere Übergangszeit. Die bestehende Brücke muss bis zum Neubau gesichert werden. Deshalb gilt seit dem 1. Februar 2026 ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Ab Sommer 2026 sollen dann größere Sicherungsarbeiten beginnen, damit die Rheinquerung bis zum Ersatzneubau verlässlich nutzbar bleibt.

Für Autofahrer heißt das: Die Brücke bleibt zwar für Pkw offen, der Verkehr ist aber störanfälliger geworden. Spätestens mit den größeren Bauarbeiten müssen Pendler mit zäherem Verkehr rechnen; die Stadt plant in der längeren Bauphase nur noch je eine Spur pro Richtung und Tempo 30. Für Radfahrer und Fußgänger gibt es schon jetzt Einschränkungen, weil Wege auf der Brücke zeitweise nur eingeschränkt nutzbar sind.

Auch Buskunden spüren die Folgen. Die Rheinbahn hat ihr Angebot wegen der 3,5-Tonnen-Sperrung seit dem 1. Februar angepasst. Die Linie 834 fährt vom Hauptbahnhof nur noch bis zur Haltestelle „Theodor-Heuss-Brücke“; der Abschnitt bis „Belsenplatz“ entfällt. Zusätzlich gibt es auf Teilstücken Umleitungen und ausfallende Halte. Für viele Fahrgäste bedeutet das mehr Umstiege und längere Wege statt einer direkten Verbindung über den Rhein.