Krefelder Bahnhof im Unwetter

Starkregen in Mönchengladbach und Krefeld

Starkregen und Gewitter haben am Samstagabend in Mönchengladbach und Krefeld für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Nach bisherigen Angaben liefen in beiden Städten Keller voll, Straßen wurden überflutet, außerdem stürzten vereinzelt Bäume und größere Äste auf Fahrbahnen. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand. Die Feuerwehren waren jedoch über den gesamten Abend hinweg gebunden. 

Betroffen war damit erneut eine Region, die bei Starkregen besonders schnell Probleme bekommt: versiegelte Flächen, volle Kanäle und kurze, sehr intensive Niederschläge führen dazu, dass Wasser nicht schnell genug ablaufen kann. Für Anwohner bedeutet das oft weniger spektakuläre, aber sehr belastende Schäden: vollgelaufene Keller, beschädigte Elektroanlagen, aufgequollene Böden oder blockierte Zufahrten.

Gerade überflutete Keller sind nicht nur ein Sachschaden. Die Stadt Krefeld hatte erst im April in ihrer Informationsreihe zum Katastrophen- und Zivilschutz gewarnt, dass Wasser im Keller gefährlich werden kann, weil schon geringe Mengen elektrische Anlagen unter Spannung setzen können. Wer Wasser im Keller bemerkt, sollte deshalb nicht vorschnell hineingehen, sondern im Zweifel Strom abschalten lassen und die Lage sichern. 

Für die Feuerwehren war der Abend vor allem ein klassischer Starkregen-Einsatz: Wasser abpumpen, Straßen freiräumen, Gefahrenstellen sichern. Dass es keine Verletzten gab, ist die gute Nachricht. Die schlechte: Solche Lagen werden für Städte immer mehr zur Routine. Krefeld verweist selbst darauf, dass bei einem Unwetter im Mai des vergangenen Jahres innerhalb weniger Stunden rund 600 Notrufe eingingen. 

Für Sonntag bleibt deshalb vor allem die Nacharbeit: Hausbesitzer sollten Keller, Lichtschächte, Rückstauklappen und elektrische Anlagen kontrollieren. Auf Straßen und Wegen können außerdem noch Äste, Schlamm oder beschädigte Gullideckel zur Gefahr werden. Für Autofahrer gilt: überflutete Unterführungen und tief stehendes Wasser nicht durchfahren – schon wenige Zentimeter können ausreichen, um Fahrzeuge manövrierunfähig zu machen.