Artilleriegranate Düsseldorf

Kampfmittelfund in Oberbilk: Rund 1.200 Menschen betroffen – StreamD berichtet seit 18 Uhr live

UPDATE: Granate wurde um 22:25 erfolgreich gesprengt, damit ist die Kampfmittelbeseitigung abgeschlossen

In Düsseldorf-Oberbilk läuft am Mittwochabend ein größerer Einsatz nach einem Kampfmittelfund. An der Harffstraße ist bei Sondierungsarbeiten auf einem Baustellengelände eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Das Kampfmittel kann nicht einfach abtransportiert werden, sondern soll noch am Abend vor Ort kontrolliert gesprengt werden. 

Dafür müssen im Umkreis von 300 Metern rund um die Fundstelle bis zu 1.200 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Nach aktuellen Einsatzinformationen soll die Evakuierung bis spätestens 19 Uhr abgeschlossen sein. Die Stadt Düsseldorf bittet die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner, den Aufforderungen der Einsatzkräfte zügig zu folgen, damit sich die Sprengung nicht weiter verzögert. 

Sobald der Sicherheitsbereich geräumt ist, übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf. Die Granate soll in eine eigens vorbereitete Grube gebracht und mit rund 60 Tonnen Sand abgedämpft werden. Trotzdem kann bei der Sprengung ein lauter Knall zu hören sein. 

Für Menschen, die während der Evakuierung eine Anlaufstelle benötigen, ist ab 18.30 Uhr eine Betreuungsstelle in der Benzenberg-Realschule an der Siegburger Straße 38 eingerichtet. Ebenfalls ab 18.30 Uhr sollen an der Ecke Harffstraße/Siegburger Straße Rheinbahnbusse bereitstehen, um Betroffene zur Betreuungsstelle zu bringen. 

Wer wegen Krankheit, Behinderung oder Bettlägerigkeit Hilfe beim Verlassen der Wohnung braucht, kann den Transport über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 anfordern. Rollstühle oder andere wichtige Hilfsmittel sollten dabei unbedingt mit angegeben werden. 

Auch der Verkehr in Oberbilk ist betroffen. Polizei und Ordnungsamt sperren ab 19 Uhr die zuführenden Straßen im Bereich der Harffstraße. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten den Gefahrenbereich weiträumig umfahren. Die Rheinbahn-Buslinien 723 und 732 stellen ihre Fahrten bis zum Ende der Maßnahme ein. 

Die Stadt hat außerdem ein Gefahrentelefon geschaltet. Es ist unter 0211 / 3889 889 erreichbar. Zusätzlich sollen Lautsprecherfahrzeuge im betroffenen Gebiet unterwegs sein, um Anwohnerinnen und Anwohner zu informieren. 

StreamD berichtet seit 18 Uhr live über die Lage in Düsseldorf-Oberbilk und aktualisiert die Informationen, sobald es neue Angaben zur Evakuierung, zu Sperrungen und zur geplanten Sprengung gibt.

Karte und weitere Infos unter duesseldorf.de