Ball geht ins Tor vor Dresdner semper Oper

Fortuna Düsseldorf siegt mit 3:1 gegen Dresden

Fortuna Düsseldorf hat im Heimspiel gegen Dynamo Dresden einen verdienten 3:1-Erfolg gefeiert und sich damit am 31. Spieltag drei wichtige Punkte gesichert. Für die Düsseldorfer war es zugleich das erste Heimspiel unter Cheftrainer Alexander Ende – und eines, das aus Sicht der Gastgeber fast ideal begann. Schon in der 11. Minute brachte Itten die Fortuna nach einem langen Abschlag von Kastenmeier in Führung, als er allein vor Dresdens Keeper Schreiber die Ruhe behielt und zum 1:0 vollendete. Nur sechs Minuten später legte Iyoha nach: Nach einer Ecke von Appelkamp kam er im Rückraum frei zum Abschluss, der Ball wurde noch abgefälscht und landete zum 2:0 im Netz. 

Die Gastgeber blieben auch danach die aktivere Mannschaft, mussten aber vor der Pause einen brenzligen Moment überstehen. In der 34. Minute tauchte Wagner frei vor Kastenmeier auf, doch der Fortuna-Torwart parierte stark. Kurz vor der Pause hätte Itten beinahe sogar seinen zweiten Treffer erzielt, scheiterte diesmal aber am gut reagierenden Dresdner Schlussmann. Dass Düsseldorf trotzdem mit einer klaren Führung in die Kabine ging, war Ausdruck eines mutigen und sehr entschlossenen Auftritts. 

Nach dem Seitenwechsel ließ Fortuna nicht nach. In der 58. Minute war erneut Itten beteiligt, diesmal als Vorbereiter: Über die linke Seite setzte er sich durch und bediente Luca Raimund, der den Ball aus rund zehn Metern flach zum 3:0 verwandelte. Spätestens damit war die Partie weitgehend entschieden. Zwar kam Dresden in der 90. Minute durch Lemmer nach einer Flanke von Bobzien noch zum 3:1, wirklich in Gefahr geriet der Düsseldorfer Heimsieg aber nicht mehr. Auch eine Großchance zum möglichen 4:0 gab es noch, als Itten in der 68. Minute per Kopf nur die Latte traf. 

Optimistisch in die nächsten Spiele

Bemerkenswert ist der Sieg auch mit Blick auf die personelle Ausgangslage. Nach der 0:2-Niederlage in Magdeburg hatte Alexander Ende seine Startelf auf drei Positionen verändert: Zimmermann rückte in die rechte Defensivseite, Alexandropoulos begann im Zentrum und Christopher Lenz feierte nach Verletzungspause sein Startelf-Comeback. Dass die Mannschaft direkt mit so viel Tempo und Klarheit ins Spiel fand, spricht dafür, dass Fortuna die richtige Reaktion auf den Rückschlag der Vorwoche gezeigt hat. Der Verein selbst spricht von einem verdienten Sieg und einem leidenschaftlichen Auftritt. Gespielt wurde vor 38.618 Zuschauern in der Merkur Spiel-Arena. 

Entscheidend wird nun das Restprogramm. Am 2. Mai muss Fortuna zum FC Schalke 04, am 10. Mai kommt die SV Elversberg in die Merkur Spiel-Arena, ehe die Saison am 17. Mai bei Greuther Fürth endet. Gerade diese drei Spiele werden darüber entscheiden, ob der Sieg gegen Dresden als echter Wendepunkt in Erinnerung bleibt. Meine Einschätzung: Die Fortuna hat ihre Chancen auf den Klassenerhalt deutlich verbessert, aber sie ist noch lange nicht durch. Der Erfolg gegen Dresden war die notwendige Grundlage — absichern muss Düsseldorf ihn jetzt in den kommenden Wochen selbst.