Laut der neuen Immowelt-Analyse, die Angebotsmieten von 80 Großstädten vergleicht, zahlen Mieter in der Landeshauptstadt heute im Schnitt 13,84 € Nettokaltmiete pro Quadratmeter für eine typische Bestandswohnung (75 m², 3 Zimmer, Baujahr 1990er). Am 1. März 2022 lag der Wert noch bei 11,78 €. Das bedeutet ein Plus von 17,5 % in nur vier Jahren– deutlich über der allgemeinen Inflationsrate und über dem NRW-Schnitt .
Damit rangiert Düsseldorf weiterhin im oberen Preissegment: Nur Köln (13,43 €) und natürlich München (18,07 €) sind in West- und Süddeutschland noch teurer. Selbst Frankfurt (16,32 €) oder Hamburg (13,26 €) wachsen prozentual schwächer. Die Studie zeigt auch, dass andere NRW-Städte zwar zulegen, aber von einem niedrigeren Niveau starten – in Duisburg sind es 7,40 €, in Essen 8,98 €.
Warum steigen die Preise?
- Knappes Angebot: Durch die anhaltende Bautätigkeit am Stadtrand werden zwar neue Quartiere geplant, im Bestand bleibt der Druck in beliebten Vierteln wie Derendorf, Pempelfort oder Unterbilk hoch.
- Rückkehr der Studierenden & Expats: Nach Pandemie- und Home-Office-Flaute zieht es wieder mehr Menschen in die Rhein-Metropole.
- Modernisierungswelle: Vermieter sanieren ihr Portfolio, um Vorgaben zu erfüllen – das schlägt sich in Angebotspreisen nieder.
Ausblick:
Die Immowelt-Daten basieren auf neu inserierten Wohnungen, geben also den aktuellen Pulsschlag des Marktes wieder. Da der Zinsmarkt weiter unsicher bleibt und viele Kaufinteressierte in den Mietmarkt ausweichen, dürfte das Preisniveau vorerst stabil hoch bleiben. Für Mieter heißt das: frühzeitig suchen, Verhandlungen gut vorbereiten – und ggf. auf Randlagen oder kleinere Einheiten ausweichen.