Eigentlich sollte nach fünf Monaten Bauzeit wieder Normalität einkehren. Doch nur wenige Stunden nach der feierlichen Freigabe der generalsanierten Bahnstrecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln ist der Zugverkehr von zahlreichen Störungen überschattet.
Grund sind nach Angaben der Deutschen Bahn notwendige Belastungsfahrten zur Verdichtung des frisch eingebauten Schotters. Weil entsprechende Arbeiten aufgrund einer nicht erfolgreich abgeschlossenen Ausschreibung nicht vollständig vor der Wiedereröffnung erledigt werden konnten, müssen sie nun teilweise während des laufenden Betriebs nachgeholt werden. Dadurch gilt auf Teilen der Strecke zunächst ein Tempolimit, hinzu kommen Verspätungen, Umleitungen und Zugausfälle.
Besonders betroffen sind die Linien RE4, RE7, RE13 und RB48. Der RE4 wird großräumig über Duisburg, Essen und Bochum umgeleitet und hält nicht in Wuppertal oder Hagen. Der RE13 endet vorzeitig in Düsseldorf, während auf der RB48 zeitweise Fahrten zwischen Wuppertal und Köln ausfallen. Auch Fernzüge benötigen wegen der Geschwindigkeitsbeschränkungen länger.
Für viele Pendler ist die Situation besonders frustrierend, weil gleichzeitig weiterhin Bauarbeiten auf mehreren S-Bahn-Strecken im Raum Wuppertal laufen. Die Bahn rechnet damit, dass die aktuellen Einschränkungen voraussichtlich bis Montagmorgen andauern.